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Tauchgeräte der ARGE Blautopf
Neben den Presslufttauchgeräten welche bei unseren Tauchgängen allerdings
nicht mit gepresster Luft sondern einem synthetischen Gas aus Sauerstoff,
Helium und Stickstoff, dem Trimix, gefüllt sind verwenden wir auch
Kreislauftauchgeräte. (engl. Reabreather) Sie sind sehr sparsam im Gasverbrauch
(darüber weiter unten mehr) , machen wesentlich weniger Blasen was dem schnellen
Eintrüben der Höhle entgegenwirkt (Sedimentablagerungen in den Deckenspalten)
produzieren als „Abfallproduckt“ Feuchtigkeit und Wärme Atemluft welche gegen
Auskühlung, Dehydration (innere Austrocknung) schützt und dies wirkt zusätzlich
positiv auf die Dekompression. Obendrein sind sie auch noch sehr leise.
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Funktionsprinzip:
Das Ausgeatmete Gas wird wieder aufbereitet. Dazu atmet der Taucher in eine
Gegenlunge aus (stellen Sie sich als Gegenlunge einen Beutel vor) und der
verbrauchte Sauerstoff wieder ersetzt. Von dort aus wird das Gas wieder eingeatmet.
Auf dem Weg zur Einatemseite des Mundstücks durchströmt es einen Kalkbehälter in
dem das abgeatmete CO2 gebunden wird.
Als Atemkalk wird meist ein Kaliumhydroxid verwendet.
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Geräteklassen:
Diese Funktionsprinzip ist schon sehr alt und stammt noch aus dem 1900 Jahrhundert.
Hans Hass hat solche so genannten Sauerstoff Kreislaufgeräte anfangs eingesetzt und
sie werden heute noch in genau diesem Funktionsprinzip als U-Bootretter, Bergwerksretter
oder als Tauchgerät bei den Armeen eingesetzt. Bei den meisten Sauerstoff-Kreislaufgeräten
für Tauchanwendung wird das O2 mittels eines Unterdruck gesteuerten Ventiles nachdosiert.
Manueller Sauerstoff-Einlaß ist typisch für Uboot-Retter, konstanter Massenfluß für
Rettungsgeräte in Berkwerken und Industrieanlagen.
Halbgeschlossene Kreislaufgeräte (Semiclosed-Rebreather = SCR) fanden schon Verwendung
lange bevor Cousteau und Gagnan die Aqualunge (das offene Preßlufttauchgerät) entwickelten.
Das CO2 wird durch Atemkalk gebunden, wie beim O2-Kreislaufgerät, der Unterschied liegt
darin wie Gas zudosiert wird.
Aktiver Flow:
Das Dräger-Dolphin ist ein derartiges SCR. Ein konstanter Mischgas-Massenfluß wird eingesetzt
und stellt sicher, daß der Taucher genug Sauerstoff erhält. Eine sichere Menge Nitrox oder
Trimix wird ständig zudosiert, unabhängig von Tiefe und Atemarbeit, was im Kreislauf zu viel
ist wird durch ein Überdruckventil abgegeben. Daher blubbern diese Geräte ein wenig.
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Passiver Flow:
Bedeutet, daß die Menge des zudosierten Gases davon abhängt wie viel der Taucher atmet.
Passive flow semicloed rebreather blubbern weniger als der active-flow Typ. Bei Passive
Variable Ratio-Biased Addition Semi-Closed (PVR-BASC) wie unsere Kreislaufgeräte, wird
durch das Respiratorische Atem Minuten Volumen (RMV) und die Tauchtiefe gesteuert, es
wechselt die selbe Gasmenge (bar*l) pro geatmetem Volumen (Liter).
Vereinfacht ausgedrückt: Je nach Einstellung des Gerätes wird 1/7 – 1/12 , des ausgeatmeten
Gases ausgestoßen und beim Einatmen durch frisches vorgemischtes Gas ersetzt. Somit ist es 7-12
effizienter als ein offenes Presslufttauchgerät. Die Steuerung und Zudosierung erfolgt alleine
Durch die Atemarbeit. Keine Elektronik welche ausfallen kann.
Die ARGE Blautopf setzt genau solche Geräte ein ( BK2, RECY01, TRILOBIT ) da sie im Gegensatz
zu den Active Flow Geräten eine taktile und akustische Rückmeldung haben und so zu der sichersten
Kreislaufgeräteklasse gehören.
Die Geräte werden nur in Kleinserien gebaut und sind nicht im freien Handel erhältlich.
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